Traumatische Geburt

Trauma-Begleitung von Eltern und Babys nach überwältigenden Belastungen rund um die Geburt


"Geburt? - Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt!"


Jede Geburt stellt eine Herausforderung für die Mutter, den begleitenden Vater und für das Baby dar, deren gelungene Bewältigung alle mit großer Freude und tiefer Berührung erfüllt.
Im Körper werden dabei große Mengen von Endorphinen, Oxytocin und Prolaktin ausgeschüttet, die bei der Verarbeitung der Geburtserfahrung helfen und den unmittelbaren Bindungsaufbau stärken. Aus vielfältigen Gründen laufen nicht alle Geburten so ab, wie wir uns das gewünscht haben.
Durch Komplikationen vor, während oder nach der Geburt sind diese natürlichen Ressourcen häufig geschwächt. 

Manchmal bleiben bei aller Freude über das Baby belastende Erinnerungen zurück. Vielleicht erwarten wir oder wünschen wir uns ein weiteres Kind, machen uns aber aufgrund unserer Vorerfahrungen Sorgen wegen der anstehenden Geburt. 

Wenn bei Mutter oder Vater Symptome wie Schlafstörungen, Ängste, Appetitmangel, Unruhezustände auftreten, wenn jeder Gedanke an die Geburt vermieden wird oder starke Emotionen auslöst, ist eine zeitnahe stabilisierende Behandlung empfehlenswert. Auch bei Schrei- und Schlafstörungen der Kinder können belastende Geburtserfahrungen eine Rolle spielen.


Dieses Angebot richtet sich an Frauen, die schwierige oder belastende Erfahrungen während der Geburt oder mit dem Kaiserschnitt gemacht haben. 

Mindful-Babytime bietet Hilfen, sie nachträglich zu aktivieren, Geschehnisse besser zu verarbeiten, aus der Geburt resultierende Belastungen abzubauen und den Bindungsaufbau auch nach Wochen und Monaten zu stärken. 

In einem geschützten, vertraulichen Rahmen kannst Du Dich diesem Thema annähern und eventuell offen gebliebene Fragen versuchen zu klären. 

In kleinen, gut gesicherten und  kleinen Schritten suchen wir Klärung und gewinnen neue Perspektiven dazu.
Mindful-Babytime folgt einem integrativen Modell, bei dem wir sowohl mit den Säuglingen als auch den Eltern arbeiten. In der Begleitung nutzen wir schmetterlingsleichte Berührungen und Streichungen, um die emotionale Öffnungs- und Bindungsbereitschaft des Säuglings zu fördern. Den Eltern fällt es leichter ihr Kind zu verstehen und auch das Kind einzugehen.

Durch die körpertherapeutische Begleitung wird ein Gefühl der Sicherheit gefördert und aufrecht erhalten. 

Bei Bedarf  können das Erlernen und Einüben von speziellen Bewältigungsstrategien sowie durch stressreduzierende Achtsamkeits- und Entspannungsübungen  den Prozess ergänzen.  

 Im Verlauf dieser sanften Familienbegleitung können sich traumatisch bedingte Körperblockierungen lösen und die Babys zu ihrer natürlichen Selbstregulation zurückkehren: die Körpersprache wird klarer und eindeutiger, die Körperbewegungen sind verbundener und vermehrter Blickkontakt wird möglich. 

Das Geschehene kann verarbeitet und in anderer, versöhnlicher Weise abgespeichert werden.

So kann mehr Sicherheit für Dich selbst und Stärke für den Alltag mit der Familie zurückgewonnen werden.

Wenn Du das nächste Kind planst oder erwartest, kannst Du mehr Klarheit über Deine Wünsche und Vorstellungen für die kommende Geburt erlangen und Dich entsprechend vorbereiten. 

Zu Beginn der Behandlung ist es meistens sinnvoll, mit dir als Mutter zunächst allein zu arbeiten – später wird das Baby und möglichst auch der Partner einbezogen, um ein sicheres Familien-Bindungsfeld zu entwickeln.