Baby Blues

Begleitung und Lösung von emotionalen Krisen im Wochenbett

 

Die kurzzeitige Beeinträchtigung der Stimmungslage kommt in der postpartalen Phase einer Mutter außerordentlich häufig vor. Man spricht bei diesem Stimmungstief, das gewöhnlich nach drei bis fünf Tagen nach der Geburt auftritt, von einem „Baby Blues“. Viele Frauen fühlen sich in dieser Zeit traurig, ängstlich und sind weinerlich.

Die tiefgreifende hormonelle Umstellung im Körper der Frau unmittelbar nach der Geburt hat einen wichtigen Anteil an der Entstehung dieses Stimmungstiefs. Nach ein paar Tagen lässt die Symptomatik jedoch häufig nach und es geht den Frauen besser (Boyd et al., 2005).

 

Dieser „Baby-Blues“ ist ein verbreitetes Phänomen, von dem bis zu 70 % der Frauen berichten. Trotzdem empfiehlt es sich, betroffene Frauen zu beobachten, da sich die gedrückte Stimmungslage, die Traurigkeit und Ängstlichkeit in eine depressive Episode ausweiten können (Reck, 2009). 

 

Emotionale Krisen im Wochenbett können einen dramatischen Verlauf nehmen. Das Baby schreit stundenlang, ohne dass es von den Eltern beruhigt werden kann. Die Eltern verstehen die Signale des Babys nicht und geraten in einen Zustand großer Hilflosigkeit, Ohnmacht und zunehmender Körperanspannung. In PEBB® gehe ich von der untrennbaren Verwicklung von auftretenden Körperverspannungen und Verlust der Bindungsbereitschaft aus. Deshalb arbeite ich im Rahmen der Peripartalen Eltern-Baby-Bindung® mit unterschiedlichen Methoden der Achtsamkeit und Körperpsychotherapie. Atmungsarbeit, Wahrnehmungsübungen, Visualisierungen und Halt gebende Körperarbeit stärken die Entspannungs- und Bindungsfähigkeit der Eltern. 

 

Statt der Suche nach Lösungen beim Kind finden die Eltern in ihrem eigenen Körper Halt und Sicherheit, die sie dann an das Baby weiter vermitteln.