Geburtsverarbeitung

Begleitung von Eltern und Babys nach überwältigenden Belastungen rund um die Geburt
"Oh, Baby ... - Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt" (Schneider R., Volk, A. 1995)

 

 

Jede Geburt stellt eine Herausforderung für die Mutter, den begleitenden Vater und für das Baby dar, deren gelungene Bewältigung alle mit großer Freude und tiefer Berührung erfüllt.

Im Körper werden dabei große Mengen von Endorphinen, Oxytocin und Prolaktin ausgeschüttet, die bei der Verarbeitung der Geburtserfahrung helfen und den unmittelbaren Bindungsaufbau stärken. Aus vielfältigen Gründen laufen nicht alle Geburten so ab, wie wir uns das gewünscht haben.

 

Durch Komplikationen vor, während oder nach der Geburt sind diese natürlichen Ressourcen häufig geschwächt. Manchmal bleiben bei aller Freude über das Baby belastende Erinnerungen zurück. Vielleicht erwarten wir oder wünschen wir uns ein weiteres Kind, machen uns aber aufgrund unserer Vorerfahrungen Sorgen wegen der anstehenden Geburt.

 

Wenn bei Mutter oder Vater Symptome wie Schlafstörungen, Ängste, Appetitmangel, Unruhezustände auftreten, wenn jeder Gedanke an die Geburt vermieden wird oder starke Emotionen auslöst, ist eine zeitnahe stabilisierende Behandlung empfehlenswert. Auch bei Schrei- und Schlafstörungen der Kinder können belastende Geburtserfahrungen eine Rolle spielen.


Mein Angebot richtet sich an Mamas/Eltern, die schwierige und/oder belastende Erfahrungen rund um die Geburt gemacht haben. Im Rahmen der Peripartale Eltern-Baby-Bindung gibt es Möglichkeiten traumatische Geburtserlebnisse besser zu verarbeiten und den Bindungsaufbau zwischen Mama/Eltern und Baby auch nach Wochen und Monaten zu begleiten und unterstützen. 

In einem geschützten, vertraulichen Rahmen können Mamas/Eltern sich diesem Thema nähern und eventuell offen gebliebene Fragen klären und eine neue Perspektive zu gewinnen. 


Die Peripartale Eltern-Baby-Bindung folgt einem integrativen Modell, bei dem sowohl mit den Säuglingen als auch den Eltern gearbeitet wird. In der Begleitung werden, die Zustimmung der Mama/Eltern vorausgesetzt, achtsame Berührungen angewendet, um die emotionale Öffnungs- und Bindungsbereitschaft des Säuglings zu fördern. Den Eltern fällt es leichter ihr Kind zu verstehen und auf das Kind einzugehen.

Die körpertherapeutische Begleitung fördert und stärkt ein Gefühl der Sicherheit und schafft eine grundlegende Basis für eine sichere Eltern-Baby-Bindung. 

 

Stressreduzierende Achtsamkeits- und Entspannungsübungen und das Erlernen von möglichen, situativen Strategien erweitern das elterliche Handlungsrepertoire.  

Im Verlauf der Familienbegleitung können sich traumatisch bedingte Körperblockierungen lösen und das Baby zu seiner natürlichen Selbstregulation zurückkehren: die Körpersprache wird klarer und eindeutiger, die Körperbewegungen sind verbundener und vermehrter Blickkontakt wird möglich. 

Erlebtes kann verarbeitet, integriert und in anderer, versöhnlicher Weise abgespeichert werden.

 

Zu Beginn der Behandlung ist es meistens sinnvoll, mit dir als Mama zunächst allein zu arbeiten – später wird das Baby und möglichst auch der Partner einbezogen, um ein sichere Bindung zwischen Eltern und Baby aufzubauen.