Perinatale Eltern-Baby-Bindung - PEBB

PEBB begleitet und unterstützt Familien sowohl präventiv als auch therapeutisch im Zeitraum rund um Schwangerschaft, Geburt, Baby- und Kleinkindzeit .

Sichere Eltern, gesunde Kinder

Prävention, Begleitung, Beratung & Unterstützung

 für Eltern, Babys & Kleinkinder

zur Förderung einer

feinfühligen, aufmerksame Eltern-Kind-Beziehung

und einer

sicheren emotionalen Bindung

 

 

Was ist Perinatale Eltern-Baby-Bindung - PEBB?

 

PEBB ist ein integrativer Interventionsansatz zur Prävention und Behandlung peripartaler Traumata, der den Aufbau einer feinfühligen und bedürfnisorientieren Beziehung zwischen Eltern und Babys, mit dem Ziel einer sicheren emotionalen Eltern-Baby-Bindung, fördert. Die Begleitung (werdender) Eltern und ihrer Babys ist im Rahmen von Einzelinterventionen und/oder in Gruppensettings möglich, welche bis über die Geburt hinaus und über das erste Lebensjahr angeboten werden. Themen bezüglich Kinderwunsch, Trauma sensible Geburtsvorbereitung, Geburtserleben, Bonding, vom Paar zur Elternschaft, aber auch feinfühlige Begleitung der Babys, Schlafberatung, Beikost und untröstliches Weinen der Babys und viele weitere entwicklungsbegleitende Fragen finden Zeit und Raum. 

 

PEBB bietet Babys, Kleinkinder und ihren Familien eine besondere Form der Prävention aber auch Möglichkeiten der Therapie.

 

PEBB ist ein interdisziplinär ausgerichteter Ansatz, der bezüglich seines Ursachenverständnisses als auch in seinen Interventionsformen eine Verknüpfung von psychologisch, psychodynamisch und körperpsychotherapeutischem Wissen vereint.

 

PEBB basiert auf den Theorien und Schulen der "PPP-Psychologie", d.h. der Pränatal-Psychologie, der Peripartal-Psychologie (Geburtspsychologie) und der Postpartal-Psychologie (Ludwig Janus et al.), und verbindet diese mit den Annahmen eines humanistischen und systemischen Menschenbildes und einem Menschenbild in tiefenpsychologischer Richtung. 

Die Annahmen der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT) nach Franz Ruppert finden ebenso Berücksichtigung, wie die neuesten Erkenntnisse aus Neurobiologie, insbesondere der Stressforschung, der Entwicklungspsychologie und der Bindungsforschung. 

 

Einen besonderen Stellenwert im PEBB-Konzept nehmen die Grundannahmen der nach Wilhelm Reich (1897-1957) begründeten Körperpsychotherapie und die moderne Hypnose und Hypnotherapie, die vom amerikanischen Psychiater Milton H. Erickson (1901-1980) entscheidend geprägt wurde.  

 

PEBB zeichnet sich dadurch aus, dass Körper und Psyche als eine untrennbare sich gegenseitig beeinflussende Einheit wahrgenommen werden und unterscheidet sich daher von rein körperlichen bzw. rein psychodynamischen Behandlungsansätzen.

Körper und Psyche streben stets ein harmonisches Gleichgewicht an und pendeln zwischen unterschiedlichen Zuständen in Richtung einer Homöostase. Bei guter Regulationsfähigkeit gelingt es Körper und Psyche selbsttätig von einen in den anderen Zustand zu gelangen. Dies wird im Wechselspiel von Sympathikus und Parasympathikus in Bezug auf das autonome Nervensystem ersichtlich.

 

Bei Babys ist die Fähigkeit zur Selbst-Regulation durch das angeborene Temperament und die bisherigen Lebenserfahrungen, wie zum Beispiel Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt, unterschiedlich aus- geprägt.

Babys benötigen daher unterschiedlich viel Co-Regulation durch ihre Bezugspersonen in Form von Hilfestellungen beim Umgang mit aufregenden inneren und äußeren Reizen oder beispielsweise beim Einschlafen. Die elterliche Co-Regulation basiert auf einem empathischen Einschwingen auf die kindlichen Gefühlszustände, Spiegeln von Gefühlen und ruhigem Vorleben des angestrebten Zustandes.

 

Körperlich und/oder psychisch belastende Ereignisse können die Selbst-Regulationsfähigkeit des Kindes  und die der Eltern erheblich beeinträchtigen. Das selbständige Schwingen von Erregung und Anspannung hin zu Entspannung oder Schlaf ist dann nur schwer oder gar nicht ohne Hilfestellung möglich.

 

Die Geburt eines Babys stellt ein einzigartiges und individuelles Erlebnis für die Eltern und Babys dar. Bei einigen Müttern und Familien ist diese Erlebnis getrübt. Mit der Geburt des Babys wird dieser Start ins neue Familienleben von Schmerz, Leid, Weinen und Hoffnungslosigkeit überschattet.

Statt in Gefühlen von liebevoller Zuneigung, Geborgenheit und Glück zu schwelgen, verlieren sich Eltern in Verzweiflung, Angst und Erschöpfung, schlimmstenfalls in Gewaltfantasien, die auch bis hin zum Übergriff auf das Kind kommen können, was es unbedingt zu verhindern gilt.

 

PEBB betrachtet Mutter, Vater und Baby als Einheit; untrennbar miteinander verbunden und sich gegenseitig beeinflussend, in angenehmen und auch unangenehmen Gefühlszuständen. Auch für Eltern, die selbst belastende Erfahrungen durchgemacht haben oder gerade erleben, kann es schwierig bis unmöglich werden ihrem Kind die nötige Co-Regulation zu geben. Eltern und Baby beeinflussen sich dann gegenseitig in einem negativen Kreislauf. Ein solches gegenseitiges Aufschaukeln der Anspannung kann das Zusammenwachsen und die Entwicklung einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Baby negativ beeinträchtigen.

 

 

Mögliche belastende Erfahrungen für Babys und ihre Mütter / Väter, die die Regulations- bzw. Schwingungsfähigkeit beeinträchtigen werden im Folgenden benannt

  • Komplikationen oder Ängste während Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt
  • vorangegangene Verlusterfahrungen, Fehl- oder Totgeburten
  • frühe Trennungserfahrungen
  • „Baby Blues“ oder postpartale Depression
  • wenig ausgeprägte selbst regulatorische Fähigkeiten des Säuglings, z.B.   exzessives Schreien, Fütter- und/oder Schlafstörungen
  • Belastungssituationen der Eltern, sei es finanziell, sozial oder in der Partnerschaft, etc.

  

Mögliche Problemfelder, die sich in der Peripartalzeit ergeben können

  • Kinderwunschbehandlungen und Risikoschwangerschaften mit erhöhtem Stresserleben
  • schwierige oder traumatisch erlebte Geburten
  • Schrei- Fütter-  und Schlafstörungen (Regulationsstörungen)
  • postnatale Depression
  • Trotzanfälle und Ablöseprobleme bis zum Alter von 3 Jahren

 

PEBB versteht sich als integrativer Interventionsansatz, der diverse Theorien, Annahmen und Schulen miteinander verbindet. Sowohl die Pränatal-Psychologie, der Peripartal-Psychologie (Geburtspsychologie) und der Postpartal-Psychologie (Ludwig Janus et al.), die Entwicklungspsychologie, die Bindungstheorie nach John Bowlby und Mary Ainsworth, die aktuellen Erkenntnisse der Neurophysiologie und Stressforschung, Grundannahmen nach Wilhelm Reich, die Betrachtung des Menschen im Rahmen eines sowohl humanistischen als auch tiefenpsychologisch fundierten Menschenbildes, welches darüber hinaus die Systemtheorie und Kybernetik berücksichtigt und die identitätsorientierte Psychotraumatheorie von Franz Ruppert.       

Darauf aufbauend wurden unterschiedliche Methoden in der PEBB entwickelt und zu einem methodischen PEBB-Konzept vereint. 

 

PEBB wurde entwickelt, um Familien einen bindungsbereiten Start ins Familienleben mit einer gesunden Basis zu ermöglichen und einem möglichen ungünstigen Start einen Wendepunkt zu geben. Das heißt von der Anspannung, der Verzweiflung und dem Stress heraus wieder in die Entspannung, Liebe und Bindungsbereitschaft zu kommen, die die Grundlage für den Aufbau einer sicheren emotionalen Elter-Baby-Bindung bildet.

 

Darüber hinaus begleitet PEBB Eltern und Babys im ersten Lebensjahr, um sie in der ganz frühen Entwicklungsphasen so gut zu unterstützen, dass dieser wichtige Entwicklungsschritt bestmöglich gelingen kann. Die Entwicklung einer sicheren Bindung ist eine wesentliche Grundlage für eine gesunde körperliche, psychische und soziale Entwicklung eines Kindes. 

  

PEBB fördert eine frühzeitige wichtige Weichenstellung, die präventiv ausgerichtet ist, hilft Eltern und Babys aus "Startschwierigkeiten" heraus und begleitet Familien im ersten Lebensjahr in Richtung einer sicheren Eltern-Baby-Bindung. 

Eine sichere Bindung dient als lebenslanges Fundament für gesunde Beziehungen und bildet eine der wichtigsten grundlegenden Faktoren für eine gesunde seelische, geistige, körperliche und soziale Entwicklung der Kinder und ein gelingendes Familienleben!

 

Von PEBB profitieren nicht nur Säuglinge und Kleinkinder, sondern auch deren Eltern prä- peri- und postpartal! 

 

PEBB wurde von Claudia Clemens-Schneider (Bonn) entwickelt und wird aktuell an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn wissenschaftlich evaluiert.

        Sichere Eltern,         gesunde Kinder

 

            Sichere Bindung durch                    feinfühlige und aufmerksame Eltern   mit einem stabilen Selbst und einer gesunden Identität!

 

   Sichere Bindung zur Entwicklung     empathischer und resilienter Kinder    mit einem stabilen Selbst und einer  gesunden Identität!

 

                                     Claudia Clemens-Schneider